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Schlösser- und Burgenfahrt Schloss Augustusburg 2014

"Freie Presse" (22.08.2014) - 140 Biker haben fünf Burgen im Visier

Von Augustusburg aus führt die Schlösser- und Burgenfahrt in diesem Jahr gen Norden.

Knapp 200 Kilometer müssen die vor 1940 gebauten Motorräder bei der Tour am Samstag zurücklegen.

Augustusburg. Wieder einmal machen sich am Samstagmorgen im Schloss Augustusburg die Fahrer historischer Motorräder (bis Baujahr 1939) auf den Weg, um gemeinsam die Landschaft inklusive mittelalterlicher Bauten zu genießen. Und wieder einmal ist ihre Zahl gestiegen. "140 Teilnehmer haben sich angemeldet. Wie in den vergangenen Jahren ist das eine erneute Steigerung", sagt Andreas Lieschke. Der Dresdner organisiert die in den 1990er-Jahren ins Leben gerufene Schlösser- und Burgenfahrt zum mittlerweile sechsten Mal.

"Beabsichtigt sind diese Rekorde aber nicht", betont der 38-Jährige. Denn wie fast alle Liebhaber alter Fahrzeuge legt auch er Wert auf ein gemütliches Flair. Außerdem sind die Kapazitäten nahezu ausgeschöpft. Doch die Veranstaltung hat sich nun einmal herumgesprochen - und vor allem ihr guter Ruf. "Die Resonanz zeigt, dass es immer mehr Interesse gibt für eine Veranstaltung mit Vorkriegsmotorrädern und anspruchsvoller Strecke, gleichzeitig aber ohne Rahmenprogramm und Warterei bei endlosen Fahrzeug-Präsentationen", sagt Lieschke. Die hohe Teilnehmerzahl ist aber auch als Indiz - oder gar als Belohnung - für die reibungslose Organisation der Tour zu betrachten.

"Nachdem eine Schlösser- und Burgenfahrt vorbei ist, geht die Planung für die nächste schon los", erzählt Lieschke. Und so fuhr er bereits vor einem Jahr die Straßen ab, die für die diesjährige Auflage infrage kamen. Ohne vorher groß in die Landkarte geschaut zu haben, denn die genaue Streckenführung ergibt sich, während der Dresdner im Sattel seiner Maschine sitzt. "Nur die generelle Richtung ist von vornherein bekannt." Und diese führt in diesem Sommer gen Norden. Nachdem in den vergangenen Jahren stets das Erzgebirge erkundet wurde, ist nun Mittelsachsen an der Reihe.

Angesichts der kulturellen Sehenswürdigkeiten sei die Region perfekt geeignet. Auf den Burgen Kriebstein und Gnandstein sowie auf Schloss Lichtenwalde werden Pausen eingelegt. "Die Strecke führt auch noch vorbei an den Schlössern Wechselburg und Sachsenburg", ergänzt Lieschke, der die Teilnehmer in einer Broschüre zudem auf historische Bauwerke wie die Holzbrücke in Hohenfichte, das Hetzdorfer Viadukt und das Göhrener Viadukt aufmerksam macht.

"Auch die Landschaft passt ideal", sagt der Organisator: "Das Muldental, das Chemnitztal und das Zschopautal sind schön zu fahren." Da weniger Berge auf Mensch und Maschine warten, konnte Lieschke die Länge der Strecke bedenkenlos von 165 auf 196,5 Kilometer anheben. Dennoch werden die in den 1920er- und 1930er-Jahren gebauten Motorräder stellenweise zu Höchstleistungen gezwungen. So wartet an der Burg Kriebstein mit 25 Prozent Steigung die steilste Straße Sachsens. Erfahrungsgemäß haben die Biker aber von der Tour allein noch nicht genug. "Viele reisen schon donnerstags an, um Runden zu drehen", so Lieschke.

2014 Augustusburg 1

"Freie Presse" (25.08.2014) - Schlösserfahrt - Nur sechs Ausfälle bei 160 Motorrädern

Augustusburg. Etwa 160 Teilnehmer sind am Sonnabend von der Augustusburg aus zur Schlösser- und Burgenfahrt mit ihren historischen Zweirädern gestartet. Auch an den Straßen standen immer wieder Leute, winkend und fotografierend. Lediglich sechs Maschinen schafften es am Samstag nicht aus eigener Kraft zurück nach Augustusburg. Organisator Andreas Lieschke war zufrieden: "Die Ausfallquote ist normal, das Wetter spielt halbwegs mit, und sowohl die Teilnehmer als auch die Zuschauer sind richtig glücklich." Bestaunt werden konnte zum Beispiel eine Harley Davidson aus dem Jahr 1920, die zugleich die älteste Maschine im Tross war.

Video Augustusburg 2014 auf Youtube

Andreas - wie sehen uns wieder!